Letzte Woche fand der erste Code-Sprint des PHPUnit-Projekts seit 2019 statt. In den Jahren dazwischen kam immer irgendetwas dazwischen.
Dies war das dritte Mal, dass celebrate company (die kartenmacherei) einen PHPUnit Code Sprint ausgerichtet hat. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um mich bei ihnen, insbesondere bei Sebastian Heuer, für ihre Gastfreundschaft zu bedanken. Es macht einen großen Unterschied, wenn ein Unternehmen einen Sprint nicht nur finanziell unterstützt, sondern einem auch das Gefühl gibt, willkommen zu sein.
Ein neues Format
In früheren Code Sprints haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Regel alleine oder zu zweit an Themen gearbeitet, die sie entweder aus dem Issue Tracker ausgewählt oder selbst mitgebracht haben. Ich wechselte von Person zu Person, von Paar zu Paar und half, wo es nötig war. Das funktionierte zwar, führte aber immer zu einer eher fragmentierten Atmosphäre: Mehrere kleine Gruppen redeten durcheinander und arbeiteten jeweils an ihrem eigenen Teil des Projekts.
Diesmal begannen wir ganz natürlich mit Software Teaming, auch bekannt als Ensemble Programming oder Mob Programming, und arbeiteten als Gruppe gemeinsam an jeweils einem Thema. Alle haben sich eingebracht, alle wurden gehört, und alle haben etwas gelernt. Die Atmosphäre im Raum war anders: fokussierter, kollaborativer und schlicht mehr Spaß. Dieses Format möchte ich gerne für zukünftige Code Sprints beibehalten.
Wer dabei war
Das oben erwähnte "wir" waren Arne Blankerts, Andreas Möller, Sebastian Heuer, Frank Sons, Fabian Blechschmidt und ich.
Leider konnten Théo Fidry und Ewout Pieter den Ouden sowie einige andere, die sich angemeldet hatten, nicht teilnehmen. Ich habe sie vermisst, und ich weiß noch immer nicht, wie wir Remote-Teilnehmende hätten einbeziehen können, ohne die Atmosphäre zu verlieren, die wir vor Ort hatten. Das bleibt eine offene Frage für den nächsten Sprint.
Was wir getan haben
In den zwei Tagen haben wir ausgiebig über die Architektur und die Interna von PHPUnit diskutiert sowie über die Herausforderungen, ein Open Source-Projekt seit 25 Jahren zu pflegen. Nicht nur die technischen Herausforderungen, sondern auch die menschlichen und organisatorischen.
Und wir haben auch etwas bewegt: Wir haben Fehler behoben, neue Features implementiert und an der Automatisierung von Releases gearbeitet.
Ich bin dankbar, dass Arne, Andreas, Sebastian, Frank und Fabian zwei Tage ihrer Zeit damit verbracht haben, gemeinsam mit mir an PHPUnit zu arbeiten. Ich freue mich schon auf den nächsten Code Sprint.